CO2-Steuer: Erst teuer, dann billig?

Das Klimapaket der Bundesregierung beginnt mit einer sehr niedrigen Besteuerung des klimaschädlichen Kohlendioxyds. 10 Euro ab 2021 und 35 Euro ab 2025, so die Kritik, sei viel zu niedrig, auch angesichts des Umstandes, dass andere Länder wie z.B. Schweden, wo es eine entsprechende Besteuerung schon seit 1992 gibt, mittlerweile bereits 190 Euro pro Tonne CO2 berechnen. Allen Konzepten gemein ist aber, dass mit einer niedrigen Bepreisung begonnen wird, die dann langsam ansteigt. Nun fordern US-Wirtschaftswissenschaftler den umgekehrten Weg.

Die Besteuerung von Kohlendioxyd solle erst höher und später dann niedriger ausfallen. So solle man mit einem hohen Preis von z.B. 100 Dollar/Tonne starten, um finanzmarkttypische Mechanismen in die Klimawirtschaft einfließen zu lassen. Auf diese Weise würde der Klimawandel auch ökonomisch als abzuwehrende Gefahr behandelt und die mit fehlenden Methoden zur Abwehr dieser Gefahr in Zusammenhang stehenden Unwägbarkeiten mit höheren Kosten verbunden. Der Druck zur Entwicklung besserer Technologien und sauberer Methoden würde substanziell erhöht. Die höhere Abgabe soll dazu führen, dass mehr und mehr Teile der Wirtschaft sich auf Systeme und Energiequellen ohne schädliche Emissionen stützen, so Ben Schwan in einem Text auf Heise Online, der hier nachgelesen werden kann.

CO2-Steuer bei Wikipedia
https://de.m.wikipedia.org/wiki/CO2-Steuer