Antifa: Gedächtnisarbeit

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Antifaschistische Recherche-Plattformen waren die Anlaufstellen, wo die Redaktionen vieler Verlage die ersten Informationen über Stephan Ernst fanden.

Ernst sitzt gegenwärtig in Untersuchungshaft und soll den Mord an dem Kasseler CDU-Politiker Walter Lübcke gestanden haben. Und nicht nur die Redaktionen informieren sich bei diesen Netzwerken, auch der Verfassungsschutz selbst scheint sich hier zu bedienen. So schrieb die Süddeutsche Zeitung Anfang dieses Jahres einen entsprechenden Bericht, dem sie den Titel gab: Verfassungsschützer nutzen für AfD-Gutachten auch Antifa-Recherchen. Exif, Recherche Nord, der rechte rand oder NSU-Watch sind wohl die bekanntesten Namen, die in diesem Zusammenhang viel zu selten Erwähnung finden. Die klassischen Medien schreiben zwar gerne hier ab – vergessen aber noch lieber zu erwähnen, wo die Rechercheergebnisse eigentlich herkommen. Sascha Schmidt vom Magazin „der rechte rand“ meint dazu: „Auf jeden Fall ist es so, dass Medien auf uns zukommen, um von unserem Wissen zu profitieren. Manchmal schreiben sie unsere Rechercheergebnisse aber einfach ab – es wäre schön, wenn diese Arbeit generell auch entsprechend anerkannt würde – und sei es nur durch die Nennung der Quelle.“

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Burkhard Heinz
mediatpress®

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