Bund führt vermeintliche Urheberrechtsverstöße an, um Veröffentlichung von Glyphosat-Gutachten zu unterbinden

Open Knowledge Foundation, Wikimedia Deutschland, Reporter ohne Grenzen und die Journalistenverbände DJV und DJU fordern in einen an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) gerichteten offenen Brief, dass der Bund aufhören soll, unliebsame Veröffentlichungen eigener Dokumente verhindern zu wollen, indem missbräuchlich Urheberrechtsansprüche geltend gemacht werden. „Bund führt vermeintliche Urheberrechtsverstöße an, um Veröffentlichung von Glyphosat-Gutachten zu unterbinden“ weiterlesen

Der Weg der Zeitung von der gedruckten Ausgabe zum Onlineprodukt ist nicht einfach

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Im dritten Quartal 2019 verkauften die deutschen Tageszeitungen einschließlich Sonntagszeitungen pro Ausgabe laut IVW 14,99 Mio. Exemplare, so Meedia in ihrem Jahresbericht 2019. Vor 20 Jahren waren es beinahe genau doppelt so viele, nämlich 29,01 Mio. Ähnlich drastisch sind die Änderungen bei den Werbe-Umsätzen, die heute bei 2,22 Mrd. Euro liegen und im Jahr 2000 fast dreimal so hoch lagen.

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Politische Kommunikation auf Youtube

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Jan-Malte Hunfeld hat zusammen mit Stefan Beer ein Web-Projekt mit der kryptischen Bezeichnung HiwuLab ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine quantitative Auswertung von Youtube-Videos. Hintergrund ist eine politikwissenschaftliche Masterarbeit von Jan-Malte Hunfeld mit dem Titel „Das Online-Video in der politischen Kommunikation“.

Ausgangspunkt für die Arbeit ist eine aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie, der zufolge 64% aller Deutschen Videoportale nutzen; in der Altersgruppe der unter 30-jährigen sind es sogar 98%. Das Internetadresse, die dabei mit Abstand am häufigsten aufgerufen wird, ist Youtube.

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Studie: Blogger versus Journalisten

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Suchmaschinen „mögen“ unterschiedliche und sich ändernde Inhalte. Gegenüber statischen Websites, auf denen sich wenig ändert und wo sich Inhalte oft wiederholen, sind Blogs also im Vorteil. Außerdem finden Interessierte hier oft ausführlichere Texte, deren kommerzielles Interesse zugunsten der Information (dankenswerterweise) zurücktritt. Grade in der Kombination mit den sozialen Netzwerken sind Blogs eine ausgezeichnete Form der Onlinekommunikation.

Sind Blogger damit aber sofort den professionell arbeitenden Journalisten gleichzustellen?

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Ministerium für Arbeit und Soziales subventioniert Zeitungszustellung

2013 erklärte der Dortmunder Medienökonom und Journalistikprofessor Frank Lobigs im Deutschlandfunkkultur, was es mit der allgemein ausgemachten Krise im Bereich der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage seinerzeit auf sich hatte. Der Spiegel hatte damals eine Profitrate zwischen 15 und 20%. Ähnlich ging es der Braunschweiger Zeitung, einer normalen regionalen Tageszeitung. Und beide Publikationen waren für ihre Branche keine wirklichen Ausnahmen. Die Krise des Zeitungs- und Zeitschriftenmarkted war vor allem die sich langsam abzeichnende Verkleinerung dieser überdurchschnittlichen Margen. „Ministerium für Arbeit und Soziales subventioniert Zeitungszustellung“ weiterlesen

Wie Nazis buchstabieren oder Ü wie Übel

Die Regeln für das Phonodiktat erschienen zum ersten Mal 1983. Gemeint damit ist eine Sammlung von Anweisungen zum Buchstabieren. Es heißt offiziell und entsprechend der Regeln des Phonodiktats, wenn man das Wort „Ball“ buchstabiert, nämlich nicht B wie Bottrop, O wie Ochse, L wie Leipzig, sondern B wie Berta, O wie Otto und L wie Ludwig. „Wie Nazis buchstabieren oder Ü wie Übel“ weiterlesen

CO2-Steuer: Erst teuer, dann billig?

Das Klimapaket der Bundesregierung beginnt mit einer sehr niedrigen Besteuerung des klimaschädlichen Kohlendioxyds. 10 Euro ab 2021 und 35 Euro ab 2025, so die Kritik, sei viel zu niedrig, auch angesichts des Umstandes, dass andere Länder wie z.B. Schweden, wo es eine entsprechende Besteuerung schon seit 1992 gibt, mittlerweile bereits 190 Euro pro Tonne CO2 berechnen. Allen Konzepten gemein ist aber, dass mit einer niedrigen Bepreisung begonnen wird, die dann langsam ansteigt. Nun fordern US-Wirtschaftswissenschaftler den umgekehrten Weg. „CO2-Steuer: Erst teuer, dann billig?“ weiterlesen